Muss ein Mann großzügig sein?

Heute morgen war ich mit meiner Freundin C. im Bellagio Cafe in Las Vegas frühstücken. Wir waren gestern abend mit ein paar Leuten in Las Vegas unterwegs. Meine Freundinnen C. und K. und noch 3 männliche Freunde von uns. Beim Frühstück haben wir über den gestrigen Abend gesprochen und C. war entrüstet darüber, dass die Männer nicht unsere Rechnung mitübernommen haben, obwohl wir nur wenig konsumiert hatten und es sich nach C.´s Meinung einfach so gehört. Sie kommt, so wie ich, aus einem traditionellen Umfeld in dem wir es gewohnt sind, dass die Männer die Rechnung übernehmen. Oh Gott, mein Vater würde nie, nie, nie im Leben meine Mutter, mich oder irgendeine andere Frau am Tisch etwas zahlen lassen.
Das gehört sich seiner Meinung nach nicht. Er ist der Padre und er sorgt für seine Frauen. So ist es auch bei C´s Familie und Umfeld. Und K. sieht das genauso. Sie sagt, in Amerika sind die Männer anders, sie haben diese Gentleman Benehmen nicht mehr.

Das klingt jetzt vielleicht altmodisch, aber es ist etwas ganz Natürliches und es hat nichts mit Geld zu tun, sondern mit der Handlung an sich und mit Respekt und Wertschätzung.

Oder lass es mich anders beschreiben. Nachdem C. sich darüber beschwert hat und ganz außer sich war, hat sich unser Freund E. zu uns gesellt und sich die ganze Geschichte angehört. C. wurde immer intensiver in ihre Beschreibungen und irgendwann war sie dann beim eigentlichen Kern der Sache angelangt:

„Ich bin eine erfolgreiche Businessfrau, ich arbeite 12 Stunden am Tag, ich zahle alles selbst, ich sorge für alles selbst, ich habe mein Leben voll im Griff und checke alles allein. Ich hab alles im Griff und brauche niemanden.“

 

Dabei sieht sie sehr maskulin und hart aus. Ich kenne das Gefühl, alles allein meistern zu müssen. Ich kann das auch sehr gut. Wir alle kennen das: die moderne Frau, Karriere, alleinerziehend, fit, schön, gebildet, unabhängig. Das ist gut, dass wir das können. Es ist nicht gut, wenn wir müssen weil wir keine andere Wahl haben. Kann man wirklich beides haben: Karriere und Beziehung? Finde es heraus!

Das war C.´s Punkt. Diese kleine unbedeutende Nachlässigkeit der Männer letzte Nacht, hat sie daran erinnert, dass ihr etwas Bedeutendes in ihrem Leben fehlt: Ein maskuliner Mann, an dessen Seite sie Frau sein kann, weich sein kann, alles gehen lassen kann, vertrauen und sich fallen lassen kann. Ein Mann neben dem sie nicht mehr stark und hart gegen die Welt kämpfen muss, sondern neben dem sie feminin, sanft und verspielt sein kann.

Diese Sache im Restaurant war nur ein Symbol dafür.

E. hat zugehört. Dieser Mann ist ein Prachtstück: präsent und wie ein Fels in der Brandung hat er zugehört. Dann hat er sie in den Arm genommen und gesagt:

„Wie wäre es, wenn du jemanden hättest, neben dem du wissen würdest du musst nie wieder alles allein checken, sondern es wird gecheckt und alles ist gut. Wie wäre es, wenn du einfach sein könntest, so wie du bist und nichts mehr alleine schaffen müsstest.“

C. war plötzlich still und Tränen rannen über ihr schönes Gesicht. Sie wurde ganz weich, ganz feminin. E. hielt sie weiter im Arm und war ruhig, stark und präsent.

„Du solltest öfter weinen, das macht dich wunderschön,“ sagte E. zu C.bevor sie wieder in ihr altes Verhalten zurückfiel und weiter über alles mögliche diskutierte.

Ein kurzer Moment der Stille, in dem mir klar wurde, was so vielen Frauen heute fehlt: Ein richtiger Mann.

Ein Mann an dessen Seite Du Prinzessin sein kannst oder Königin.

Ein Mann der stark ist und dich liebt, ehrt und beschützt, komme was wolle.
Kein Weichei, kein Mamasöhnchen, kein Ja-Sager, sondern einfach ein richtiger Mann.

 

So einer wie E.
E. hat uns zwei Businessfrauen dann ausgeführt. Den ganzen Tag durch Las Vegas. Wir haben die tollsten Hotels gesehen, waren bei Louboutin, in der Kunstausstellung von Da Vinci, italienisches Eis essen, sind im Venetia (in einem Fake Venedig) mit der Gondel gefahren, haben Roulette gespielt, Rotwein getrunken, Sushi gegessen und hatten einen der besten, aufregendesten Tage. Er hat sich um alles gekümmert und war der Fels in der Brandung.
E. hat seinen Flug nach Hause genommen und C. und ich haben gerade eben bei einem Glas Wein beschlossen:

An diesen Tag werden wir uns bis an unser Lebensende erinnern und so einer wie E. sollte Seminare für Männer halten um ihnen beizubringen was ein richtiger Gentleman ist.

Für ihn war der Tag genauso schön wie für uns, denn mit jeder Freude die er uns heute machen konnte, ist auch seine Freude gewachsen.
Er war glücklich uns glücklich zu sehen und natürlich war er stolz darauf mit zwei so schönen Frauen durch die Stadt zu ziehen. So bekommst du die Beziehung, die du willst.

Alles was ein Mann wirklich will, ist seine Frau glücklich zu sehen.

Das ist das wichtigste für ihn. Es gibt nichts Schlimmeres als eine Frau, der man(n) es nie recht machen kann, die sich über nichts freut, das killt die größte Leidenschaft.
Ich danke E. und C. für diesen wunderschönen Tag!

 

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xoxo Miss P

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