7 Schritte, wie du einen Mann dazu bringst sich zu öffnen!

In dem Artikel „Warum zieht ein Mann sich zurück“ bin ich schon einmal darauf eingegangen, dass Männer und Frauen ganz unterschiedliche Kommunikationsarten haben. Frauen reden gerne und lieber über ihre Probleme und Gefühle und Männer ziehen sich zurück, wollen erstmal alleine sein oder lenken sich gleich mit ihren Kumpels ab.

Bei meiner Freundin Lea hat sich herausgestellt, dass Nick (ihr Freund) sich zurückgezogen hat, weil er Angst und Zweifel bezüglich des Babys hatte. Für Lea ist es genau so das erste Kind wie für ihn und auch sie kennt diese Ängste und Sorgen. Jedoch hat sie den Drang es ihm mitzuteilen.

Sie fragte mich: „Gibt es denn nicht irgendwelche Möglichkeiten, wie ich ihn dazu bringen kann sich mir zu öffnen?“

„Die gibt es tatsächlich“, antwortete ich ihr. „Aber dazu müssen wir erstmal definieren was es genau bedeutet sich zu öffnen, denn jeder hat seine eigene Vorstellung von dieser Metapher“

Bist du auch gerade in einer ähnlichen Situation wie Lea und wünscht dir von deinem Partner, dass er sich nicht mehr zurückzieht, sondern endlich einen Schritt auf dich zu macht und sich öffnet? Dann befolge folgende Schritte:

#1: Definiere „Sich öffnen“!

Ein Mensch kann sich natürlich nicht wortwörtlich öffnen, man kann den Körper nicht einfach aufmachen wie beispielsweise ein Buch. Aus diesem Grund kommt es auf die genaue Definition an. Wenn du sagst „Ich wünsche mir, dass mein Partner sich mir öffnet“, was genau meinst du dann damit? Möchtest du, dass er sich emotional öffnet, dir von seinen Gefühlen erzählt oder dass er sich auf körperliche Ebene mehr öffnet?

In einem Punkt sind sich Männer und Frauen jedenfalls einig was die Definition betrifft: Sowie auch die meisten Frauen, sehen die Männer den Körperkontakt zum Partner als ein „Sich öffnen“.

#2: Verstehe sein Verhalten!

Der Mann kann noch nicht einmal etwas dafür, dass er nicht so viel über seine Gefühle spricht wie die Frau. Deshalb solltest du es grundsätzlich vermeiden ihn dazu zu drängen oder zu sagen „Ich spreche doch auch über meine Gefühle, das ist doch total leicht, also kannst du das ja wohl auch tun“. So etwas kannst du einem Mann hundertmal sagen und trotzdem wird er es nicht umsetzen können, weil es für ihn gar nicht so leicht ist wie du vielleicht denken magst. Jungs werden so erzogen, dass sie nicht über ihre Gefühle sprechen. Das heißt ein erwachsener Mann kennt dieses ‚Ganz offen über meine Gefühle und Gedanken reden‘ gar nicht, weil er es nie erlebt hat.

Auch die Helden in den Disneyfilmen, die sich einige Jungs als Vorbilder nehmen, klären Probleme nicht, indem sie sich mit ihrem Rivalen auf eine Tasse Tee treffen und plaudern. Da wird gekämpft und der Stärkere gewinnt. Das sind die Top 2 Ausreden der Männer, klicke hier!

#3: Keine Face-to-Face – Kommunikation!

Männer können sich am besten öffnen, wenn sie dabei aktiv sind und etwas unternehmen. Überleg mal: Wie sieht ein Treffen mit dir und einer Freundin aus und wie sieht ein Treffen mit deinem Partner und seinen Kumpels aus?

Natürlich ist es nicht immer so, aber grundsätzlich mögen es die Frauen gerne sich in einem Café oder Restaurant zu treffen, sich gegenüber zu sitzen und zu reden. Männer verabreden sich häufig zum Sport oder zum Fußball schauen. (Das sind nur zwei Beispiele für mögliche Aktivitäten). Und während sie diesen Aktivitäten nachgehen, entwickeln sich gute Gespräche. Wenn ein Mann einer Frau gegenüber sitzt und direkten Blickkontakt zu ihr hat, dann ist das für den Jagdtrieb sehr gut – es ist auch die klassische Situation bei dem ersten Date. Wenn es aber darum geht, dass er sich dir emotional öffnen soll, wird das für ihn in dieser Position schwierig, da sein Gehirn eher „Verführung“ als „Tiefgründige Gespräche“ damit verbindet.
Um deinen Partner dazu zu bringen, dass er sich öffnet, empfehle ich dir euch in eine Position zu begeben, in der ihr die gleiche Blickrichtung habt, zum Beispiel gemeinsam den Sonnenuntergang zu schauen oder zu Hause einfach nebeneinander auf dem Sofa sitzen statt gegenüber.

#4: Falle nicht mit der Tür ins Haus!

Männer brauchen immer etwas länger, um sich voll und ganz zu öffnen und fühlen sich schnell angegriffen, wenn du sie direkt damit konfrontierst. Angenommen dein Partner zieht sich gerade zurück und du machst dich schon seit Tagen total verrückt, weil du nicht weißt, was mit ihm los ist, dann ist es sehr verlockend einfach zu ihm zu gehen und zu fragen „Was ist denn los mit dir? Warum versteckst du dich? Wovor hast du Angst?“ Doch wenn du das tust, wirst du nie sofort die Antwort von ihm bekommen, die du dir erhofft hast.

Ist dir das schonmal passiert? Hast du schonmal so die Geduld verloren, dass du deinen Partner direkt gefragt hast? Dann erinnere dich daran, wie er darauf reagiert hat. Vermutlich ist er nur noch mehr in die Defensive gegangen und hat sich weiterhin zurückgezogen. Fällst du bei einem Mann mit der Tür ins Haus, wirst du damit nichts erreichen.

Es ist besser, wenn du Schritt für Schritt vorgehst. Zeige ihm, dass du geduldig mit ihm bist und ihm zuhörst. Habe Verständnis für ihn, auch dafür, dass er noch nicht das sagen kann, was du gerne hören möchtest, denn denk dran: Der Mann hat es nicht gelernt über seine Gefühle zu sprechen. Und wenn du ihm das alles gezeigt hast, kannst du mit ein paar Fragen anfangen, die aber mit der eigentlichen Sache – nämlich dass er sich nicht öffnet – nichts zu tun haben. Zum Beispiel  kannst du ihn fragen „Wie war dein Tag? Ist heute alles so gelaufen, wie du es dir vorgestellt hast? Wie war dein Fußballspiel heute?“. Zeige Interesse und arbeite dich langsam aber sicher vor.

Je mehr Sicherheit und Verständnis er bei dir spürt, desto leichter fällt es ihm, über seine Gefühle zu reden.

#5: Bewerte seine Gefühle nicht!

Ich habe auch schon von einigen Männern gehört, dass sie sich schwer tun sich ihrer Partnerin zu öffnen, weil sie Angst vor Kritik und negativen Bewertungen haben. Womöglich hat er es schon in vergangenen Beziehungen so erlebt, dass seine Ex ihn für seine Meinungen und Gefühle kritisiert hat oder sagte „So schlimm wie du tust, ist das doch nicht“. Die Wahrheit ist: Niemand kann dir sagen, ob deine Gefühle schlimm sind oder nicht. Niemand weiß, wie sich diese Gefühle in dir anfühlen. Man kann nur vermuten wie man selber in so einer Situation reagieren würde, aber da man es nicht ist, kann man eben auch nicht mehr als nur vermuten.

Wenn dein Partner dir irgendwann erzählt, warum er sich zurückgezogen hat und es für dich nur eine Kleinigkeit ist, dann sag ihm das nicht! Für ihn ist es nämlich keine Kleinigkeit! Beurteile und bewerte ihn auch nicht, sondern gib’ ihm positives Feedback. Jemand, der positives Feedback bekommt, wird weitermachen egal was es ist. Das heißt, wenn du deinem Partner sagst wie schön es ist, dass er all das mit dir teilt, dann wird er auch weiterhin offen mit dir reden. Sagst du ihm jedoch, dass das was er fühlt in deinen Augen totaler Blödsinn ist, wird er aufhören mit dir zu reden.

#6: Zuhören statt Ratschläge geben!

Ein Mann, der sich dir öffnet, möchte deine volle Aufmerksamkeit bekommen. Er will, dass du ihm gut zuhörst, für ihn da bist, ihn unterstützt, ihn verstehst und vor allem will er eins: Dass du ihm nicht wie eine Mutter oder eine Therapeutin die Lösung auf dem Silbertablett servierst, mit der plötzlich all seine Probleme und die jeweiligen Gefühle verschwunden sind.

Stell dir vor dich kostet es einiges an Überwindung über deine Gefühle zu sprechen, du sitzt neben deinem Partner, nimmst all deinen Mut zusammen und erzählst ihm dann ganz genau was in dir vorgeht. Und er antwortet: „Dann mach das doch einfach so und so, und schon ist alles wieder gut“. Es fühlt sich dann so an, als ob er die Wichtigkeit, die es für dich hat, nicht ernst nimmt. Ich weiß, dass die Männer das selber gerne machen, weil sie von Natur aus einfach viel lösungsorientierter sind als wir, aber in diesem Fall ist es überhaupt nicht gut, wenn du dir dieses Verhalten annimmst. Am besten ist es, wenn du ihm vertraust. Sag ihm ruhig „Ich vertraue darauf, dass du den richtigen Weg und die beste Lösung finden wirst. Ich glaube an dich“ – Genau das will ein Mann nämlich hören.

#7: Sei ein gutes Vorbild für ihn!

Einem Mann fällt es leichter sich zu öffnen, wenn du das auch kannst. Immerhin ist es ja all bekannt, dass Frauen diejenigen sind, die immer und überall über ihre Gefühle reden können und Männer eben nicht. Das weiß der Mann und wenn er dann sieht, dass du dich ihm auch nicht öffnest, wird es ihm sehr sehr schwer fallen sich zu öffnen.

 

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xoxo Miss P

 

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