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7 Wege zur Konfliktlösung – Teil 2

Im letzten Artikel „7 Wege zur Konfliktlösung Teil 1“ ging es darum sein eigenes Verhalten zu verstehen und anhand dessen zu erkennen, warum es zu einem Konflikt gekommen ist. Dabei ging es um die eigene Landkarte, die bei jedem Menschen anders aussieht und um geheime Wünsche, die dahinter stecken können. Willst du wissen, wie du anhand deiner eigenen Landkarte einen Konflikt lösen kannst? Dann klicke hier!

Heute erkläre ich dir 5 weitere Schritte, die du tun kannst, um einen Konflikt zu lösen:

#1: Verstehe die Landkarte deines Partners!

Um einen Konflikt zu beseitigen, ist gegenseitiges Verständnis von Nöten. Das Verständnis kannst du allerdings nur dann aufbringen, wenn du die Landkarte deines Partners kennst und somit nachvollziehen kannst, warum er tut was er tut. Als meine Freundin Lea schwanger war, hat sich ihr Partner Nick häufig zurückgezogen und war schlecht drauf – hat aber mit Lea nicht darüber geredet, sondern sich einfach in seinem Zimmer verkrochen. Am Anfang war es für Lea noch okay, dass er mehr Zeit für sich alleine haben wollte, aber irgendwann hat es sie ziemlich aufgeregt, dass er nie mit ihr über seine Gefühle gesprochen hat. Sie wusste überhaupt nicht was los war und hat sich schon sämtliche Sorgen um ihn und ihre Beziehung gemacht. Nachdem sich aber tagelang und irgendwann auch wochenlang nichts veränderte, geriet sie in Rage, sobald er wieder in sein Zimmer gehen wollte. Und dann kam der große Knall. Es platze aus Lea einfach heraus: „Nie redest du mit mir über irgendetwas und andauernd willst du nur für dich alleine sein. Ich dachte wir könnten über alles reden, aber anscheinend kannst du das nicht“.

Auch damit hat sie nichts bewirken können. Dann habe ich ihr meine Tipps gegeben, wie sie einen Mann dazu bringen kann sich zu öffnen und schließlich hat Nick es auch getan. Willst du auch das Geheimnis erfahren wie du einen Mann dazu bringst sich zu öffnen? Dann klicke hier! Die Wahrheit war: Nick hatte Angst vor der Geburt und vor dem, was nach der Geburt alles auf sie beide zukommen wird. Er hatte Zweifel, dass er vielleicht kein guter Vater sein wird und er wollte nicht mit Lea darüber reden, weil er als Mann doch der Starke sein muss. Lea hat herausgefunden, dass Nick nie gelernt hatte über seine Gefühle zu sprechen und dass es bei ihm zu Hause immer üblich war seine Ängste und Zweifel mit sich selber auszumachen. Darum wollte er so oft alleine sein.

Jetzt, wo Lea einen Teil seiner Landkarte kennt, kann sie viel besser damit umgehen. Sie hat Nick klargemacht, dass wahre Stärke bedeutet sich zu öffnen und nicht sich zu verstecken. Lea würde ihn niemals für seine Gefühle verurteilen oder kritisieren und er kann immer zu ihr kommen, wenn ihn etwas bedrückt. Es ist aber auch okay, wenn Nick mal seine Ruhe haben möchte, denn Lea kennt ja jetzt den Grund dafür.

Je besser du die Landkarte deines Partners kennst, desto besser ist die Verbindung zwischen euch.

#2: Verwende die richtigen Worte!

Kennst du die drei schlimmsten Worte für einen Mann? – Nein? – Das sind diese: „Wir müssen reden“.
Die Worte „Wir müssen reden“ zeigen sofort, dass es um etwas ernstes geht und es sind die typischen Worte, wenn jemand Schluss machen will. Das kennen wir aus Filmen, aus persönlichen Erfahrungen und in jedem von uns macht sich sofort eine Panik breit, sobald er diese Worte hört. Willst du mit deinem Partner ein Gespräch führen, um euern Streit zu klären, ist das zwar auch ein wichtiges Gespräch, aber du solltest andere Worte verwenden als diese drei.

Deshalb gebe ich dir hier mal ein mögliches Beispiel für die Ankündigung eures Gespräches:

Hey Nick,

hast du Lust heute Abend mit mir in dieses hübsche Café am See zu gehen? Bei diesem Wetter ist das bestimmt ganz toll da. Dann könnten wir uns zwei Stunden nur für uns Zeit nehmen und unseren Streit in Ruhe lösen.

So weiß er schon, dass es um das Lösen des Streits geht und hat keine Angst um eure Beziehung. Und diese zwei Stunden könnt ihr dann voll und ganz nutzen, um zu reden.

#3: Rede in Ich-Botschaften!

Ganz wichtig für eure Aussprache ist es in Ich-Botschaften zu sprechen. Das bedeutet du sagst ihm nicht so etwas wie: „Du lässt mich seit Wochen alleine und wegen dir geht es mir oft schlecht, du machst mich traurig“ (Es sind in einer Beziehung schließlich immer zwei für einen Konflikt verantwortlich). Wenn du immer nur „DU bist, DU machst, DU sagst“ sagst, dann fühlt er sich leicht angegriffen und geht in Schutzposition. Wahrscheinlich lässt er dann gar nicht mehr mit sich reden und zieht sich wieder zurück – jedenfalls wird so kein gutes Gespräch zustande kommen.

Von daher gebe ich dir den Tipp: Rede in Ich-Botschaften! Statt zu sagen „Du machst mich so traurig“, sage ihm lieber „Ich fühle mich zur Zeit manchmal nicht gut, weil ich gerne mehr mit dir kommunizieren möchte“

Für den Beginn des Gespräches gebe ich dir eine kleine Beispiel-Vorlage:

„Nick, ich finde es sehr schön mit dir hier zu sein. Ich habe dich um ein Gespräch gebeten, weil du mir sehr wichtig bist und ich mir wünsche, dass wir unseren Streit jetzt mal klären können. Unsere Beziehung ist für mich sehr wichtig und deshalb möchte ich, dass alles zwischen uns geklärt ist“

#4: Höre ihm aktiv zu!

Für ein gutes Gespräch sind immer zwei Dinge nötig: Einer, der offen über alles reden kann und einer, der ihm auch gut zuhört. Bei einem Streit, bei dem es eventuell auch mal lauter werden kann, ist es für die meisten Menschen jedoch nicht leicht seinem Gegenüber wirklich zuzuhören, denn manchmal hört man eben nur das, was man hören möchte. Häufig überlegt man sich auch schon im Vorhinein, was der andere wohl sagt und wie man dann am besten darauf reagiert. In dieser Form ist es äußerst schwer den Konflikt zu lösen. Meistens wird er nur beiseite gelegt. Das heißt das Gespräch wird beendet, aber trotzdem ist nichts geklärt und bei der nächsten Kleinigkeit wird es dann wieder hervorgeholt.

Merke dir: Wenn du mit deinem Partner ein (Streit)-Gespräch beendest und es sich für dich noch so anfühlt, als sei nicht alles geklärt – dann ist es auch noch nicht geklärt. Rede so lange mit ihm, bis das Thema wirklich abgeschlossen ist und keiner von euch es in der Zukunft wieder hervorholt.

Anhand deiner Körpersprache kannst du ihm sogar zeigen, dass du wirklich interessiert an seiner Antwort ist. Undzwar indem du deine Arme NICHT verschränkst, sondern dich mit deinem Körper für ihn öffnest. Schau ihm in die Augen und lass dich nicht von irgendetwas aus der Umgebung ablenken! Und bleib geduldig mit ihm, denn den meisten Männern fällt es nicht leicht über ihre Gefühle zu reden. Von daher solltest du ihm so viel Zeit zum Reden geben, wie er braucht und ihn nicht unter Druck setzen oder versuchen seine Sätze zu beenden. Was sonst bei Paaren so romantisch ist, ist bei einem wichtigen Gespräch fehl am Platz.

#5 Findet einen Kompromiss!

Das Ende des Gespräches sollte natürlich eine Lösung, beziehungsweise ein Kompromiss sein, mit dem ihr beide einverstanden sei. Lea und Nick haben sich darauf geeinigt, dass Nick ihr immer erzählt was bei ihm los ist und Lea ist im Gegenzug verständnisvoll, wenn er mal Zeit für sich alleine braucht. Das Wichtigste bei einem Kompromiss ist, dass ihr beide glücklich damit seid. Sobald einer etwas für ihn Wichtiges aufgibt oder immer derjenige ist, der zurücksteckt, wird das dauerhaft der Beziehung schaden. Beide sollten damit nicht nur auf irgendeine Art und Weise zufrieden sein, sondern wirklich glücklich.

 

 

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xoxo Miss P

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