Grenzen setzen und NEIN sagen!

Du bist mit einem Mann zusammen, der dich sehr häufig unglücklich macht und verletzt? Er versetzt dich und entschuldigt sich nicht einmal bei dir, er macht sich vor deinen Freunden über dich lustig und erzählt die peinlichsten Momente deines Lebens ohne Rücksicht auf dich zu nehmen? Dann ist es an der Zeit eine Grenze zu setzen und NEIN zu sagen! Dass das nicht immer einfach ist, weiß ich selber. Aber genau so gut weiß ich, dass es notwendig ist, damit du ein glückliches Leben führen kannst!

Im Leben ist es generell sehr wichtig seine Grenzen zu kennen, diese umsetzen zu können und auch mal Nein zu sagen. Wenn du NEIN zu den Dingen sagst, die dir nicht gefallen, dann sagst du gleichzeitig JA zu dir selbst.

Ich hatte einmal eine Freundin, es ist schon sehr lange her, die überaus schüchtern war und sich nie getraut hat ihre Meinung zu sagen. Sie hat zugelassen, dass sie immer wieder verletzt wurde, und das nicht nur in Beziehungen. Ihr Name ist Janina. Wir waren früher sehr oft zusammen unterwegs und hatten unser Stammcafé, in dem wir uns meist getroffen haben. Ich bestellte mir wie immer einen Tee und sie einen Latte Macchiato. Der Kellner brachte uns unsere Getränke, Janina nahm den ersten Schluck zu sich und verzog dabei total ihr Gesicht. Fällt es deinem Partner schwer über wichtige emotionale Dinge mit dir zu reden? Verschließt er sich immer wieder? Dann findest du hier heraus, wie du ihn dazu bringst, sich zu öffnen!

„Der Latte Macchiato ist ja total kalt“, sagte sie.

„Dann ruf sofort den Kellner zurück und bestell dir einen neuen“, schlug ich vor.

„Ach so schlimm ist das nicht. Ich trinke den auch so“, meinte sie daraufhin.

„Aber warum gibst du dich damit zufrieden, obwohl du einen heißen Latte Macchiato verdienst?“, wollte ich von ihr wissen.

„Ich will mich nicht aufdrängen“, sagte sie bloß. „Wir waren jetzt schon so oft hier und das ist das erste Mal, dass so etwas passiert. Da kann ich drüber hinweg sehen.“

Hätte Janina dort Nein zu dem kalten Latte Macchiato gesagt und ihre Grenzen offen kommuniziert, dann hätte sie das bekommen, was sie wirklich wollte. Und genau das lässt sich auf alle anderen Lebensbereiche auch übertragen. Hier war es nur ein kaltes Getränk, aber schon bald folgte Mark, ihr nächster Freund.

Wie schon gesagt ist dies lange her und wir waren noch recht jung. Mark war damals Janinas erster Freund und fünf Jahre älter als sie. Er hatte bereits viele Frauen in seinem Leben und war, was das betrifft, erfahrener als Janina. Sie war nämlich noch Jungfrau und hat mir immer erzählt, wie wichtig ihr ein schönes erstes Mal ist und wie sie sich das vorstellt. Mark wusste davon, doch nahm es nicht so ernst wie sie. Schon von Anfang an hat er versucht sie dazu zu drängen endlich mit ihm zu schlafen und es dauerte nicht lange bis er es geschafft hat. Janina wollte das noch gar nicht, sie war nachher total unglücklich und hat sich über sich selbst geärgert. Kurz darauf hat er mit ihr Schluss gemacht.

Jetzt sagst du vielleicht „Ja, aber sie war ja auch noch so jung und wusste nicht, wie sie ihre Grenze setzen sollte. Sie hatte Angst damit andere Menschen zu verletzten“ – und ich bin sicher, wenn die meisten von uns mal zurückblicken, werden sie feststellen, dass auch sie es zugelassen haben, dass jemand ihre Grenze überschreitet – aber: Viele Menschen haben niemals gelernt Grenzen zu setzen und Nein zu sagen. Sie leben schon seit 20, 30, 40 Jahren damit, dass sie kalten Latte Macchiato trinken und mit Männern zusammen sind, die sie eigentlich nicht glücklich machen.

 

#1: Beispiele für verletzte Grenzen:

Dein Chef teilt dir die ganzen schwierigen und zeitintensiven Arbeiten zu, lässt dich jeden Tag Überstunden machen, während alle anderen (einschließlich er selbst) immer pünktlich den Arbeitsplatz verlassen. Dein Chef behandelt dich nicht mit dem nötigen Respekt und zeigt dir immer klar und deutlich wer hier das Sagen hat.

Du sitzt im Zug, möchtest in Ruhe dein Buch lesen und plötzlich kommt ein angetrunkener Mann herein, setzt sich neben dich und macht Musik an. Das stört dich total, aber trotzdem sagst du nichts.

Du stehst in einer Warteschlange und wirst nun schon von dem Dritten überholt, der sich vordrängelt. Auch hier sagst du nichts.

Es fängt bei Kleinigkeiten an und endet damit, dass du nicht mehr gerne zur Arbeit gehst und in deiner Beziehung nicht glücklich bist. So löst du Konflikte mit deinem Partner richtig, klicke hier!

 

#2: Führe dir die Folgen vor dein geistiges Auge!

Jedesmal, wenn du am liebsten „NEIN!“ sagen möchtest, bleibst du stumm und beruhigst dich, in dem du dir denkst: „So schlimm ist das doch gar nicht. Das kann ja mal passieren. Das ist ja gleich wieder vorbei.“

Und genau mit diesen Gedanken ermutigst du dich, dass andere Menschen weiterhin deine Grenzen verletzen.

Die erste Übung ist es, dass du dir wirklich vor dein Auge führst, welche Folgen es für dich hat, dass du nicht Nein gesagt hast.

 

1.) Der angetrunkene Mann im Zug:

Er hält dich vom Lesen ab. Während du dich dafür entscheidest nichts zu sagen und seine Musik zu hören, verzichtest du auf das, was in deinem Buch steht. Du verzichtest auf Wissen.

 

2.) Dein Chef:

Du gehst lieber jeden Tag ungern zur Arbeit, statt deinem Chef einmal deine Meinung zu sagen. Überleg mal: Wie viel Zeit verbringst du auf deinem Arbeitsplatz? Acht Stunden pro Tag? Das sind 40 Stunden in der Woche, 160 Stunden im Monat und 1920 Stunden im Jahr.

Das bedeutet: 1920 Stunden im Jahr bist du unglücklich!

 

3.) Die Warteschlange:

Du lässt es zu, dass andere Menschen sich vordrängeln, während du weiter gemütlich in der langen Warteschlange stehst und deine Lebenszeit vergeudest. Das heißt du gibst etwas von deiner überaus wichtigen Lebenszeit her, nur weil du nicht NEIN gesagt hast.

Mache dir klar, welche Auswirkungen es hat, wenn du nicht Nein sagst! Denn dann fällt es dir leichter deine Grenzen auch umzusetzen!

 

#3: Was hindert dich daran deine Meinung zu sagen?

Überlege: In welchen Momenten ist es dir schwer gefallen deine Meinung zu sagen? Wann haben andere Menschen deine Grenzen verletzt?

Fühle dich genau in diesen Moment hinein!

Und stelle dir nun die Frage: Was wäre passiert, wenn ich NEIN gesagt hätte? Wovor genau hatte ich Angst?

Viele Menschen haben Angst davor, mit dem was sie wollen, andere Menschen zu verletzen. Trifft das auf dich auch zu? Janina zum Beispiel hatte Angst dem Kellner zu sagen, dass der Latte Macchiato kalt war, weil dieser dann gemerkt hätte, dass er einen Fehler gemacht hat und womöglich traurig darüber wäre. (Die anschließende Frage ist: Wäre der Kellner wirklich traurig deshalb? Vermutlich nicht).

Bei Mark hatte sie Angst ihn zu verlieren, wenn sie ihm nicht das gibt, was er will. Was dann aber passiert ist, weißt du ja bereits.

Was ist deine Angst?

Ich bitte dich jetzt diese letzte Übung durchzuführen: Was wäre das schlimmste, das hätte passieren können, wenn du dich getraut hättest in deiner Vergangenheit NEIN zu sagen? Welche Auswirkungen hätte das gehabt?

Nimm dir einen Moment Zeit und denke wirklich über diese Frage nach! Was wäre das Schlimmste, das hätte passieren können?

 

#5: Das wären die Auswirkungen, wenn du deine Grenze gesetzt hättest!

Ich sage dir jetzt, was wirklich passiert wäre, hättest du deine Grenze gesetzt: Du hättest einen Moment genossen, indem du deinen heißen Latte Macchiato getrunken hast. Du hättest vielleicht eingesehen, dass der Mann doch nicht so toll ist, wenn er nicht das respektiert, was du gerne möchtest. Vielleicht hätte Janina Mark sofort verloren, wenn sie nicht mit ihm geschlafen hätte, aber ganz ehrlich: Wäre das so ein Verlust gewesen? Oder doch eher ein Gewinn?

Ganz klar: Ein Gewinn! Denn sie hätte so einen Mann treffen können, der sie so liebt und akzeptiert wie sie ist.

Was würde passieren, wenn du deinem Chef deine Meinung sagst? Entweder wird er es verstehen und dich in Zukunft gut behandeln oder er wird so weitermachen wie bisher. Die schlimmste Folge wäre natürlich, wenn er dich deshalb kündigen würde, aber auch das wäre nur gut für dich! Weil du so die Chance hast einen Arbeitsplatz zu finden, in dem du glücklich bist und nicht 1920 Stunden im Jahr unzufrieden.

Vergiss niemals: Es ist dein Leben! Du bestimmst wie es aussehen soll und es ist dein gutes Recht deine Meinung zu sagen!

Schaue dir deine jetzige Situation mal an: Bist du in all deinen Lebensbereichen glücklich und zufrieden? Oder gibt es Menschen, die permanent deine Grenzen verletzen? Lebst du in einer glücklichen Beziehung? Bist du mit deiner Arbeit zufrieden? Folgst du deinen Leidenschaften? Hast du ein Umfeld, das dir WIRKLICH gut tut?

Wenn nicht, dann ändere das! Sag deine Meinung, setze deine Grenzen und dann wirst du erkennen, wie einfach es ist, ein glückliches Leben zu führen!

 

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xoxo Miss P

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