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„Liebt er mich? Liebt er mich nicht?“ – Wie Du die Verunsicherung ein für alle Mal beendest und Deinen Mann an Dich bindest?

Besonders in der Kennenlernphase sind sich viele Frauen unsicher: Liebt er mich wirklich? Wo stehen wir in unserer Beziehung? Und wie kann ich ihn an mich binden?

Heute möchte ich in Bezug auf das Thema Bindung eine interessante Theorie vorstellen, die aus der motivationalen Psychologie stammt.

Es geht um ein so genanntes Rubikon-Modell.

Rubikon-Modell: Wie treffen Menschen Entscheidungen?

Es ist vielleicht ganz interessant und nützlich über den Hintergrund zu wissen, wie das Modell zu seinem Namen kam.

Rubikon ist ein Fluss im heutigen Italien. Im Jahre 49 vor Chr., zur Zeit des Iulius Caesar trennte dieser Fluss Italien von der Römischen Provinz Gallia Cisalpina.  Gallia war unter der Kontrolle von Caesar und Italien – unter der Kontrolle von Senat sowie dem Ex-Verbündeten von Caesar Pompeius. Pompeius hat eben dieses Territorium unterhalb des Rubikons gehört.

Und die Geschichte geht so, dass Ceasar sich aus verschiedenen Gründen für einen Bürgerkrieg entschieden hat, indem er diesen Fluss mit seinen Legionen überquert hatte und seinen ehemaligen Mitstreiter Pompeius angegriffen hatte.

Das heißt: Indem er den Fluss überquert hatte, hatte er einen Krieg erklärt und danach war nichts zu ändern: Er traf eine Entscheidung und danach gab es kein Zurück mehr.

Es schaut schon so aus, dass Caesar es nicht gern getan hatte. Warum? Weil das Risiko seinerseits sehr groß war. Erstens war auf der Seite des Pompeius das Senat und somit die gesamte Römische Republik und zweitens, war Caesar zahlenmäßig stark unterlegen. Es war schon ein großes Risiko seinerseits. Er hat bis zuletzt alle Möglichkeiten abgewogen – soll er das machen oder nicht, fühlte sich aber letztendlich gezwungen zum Angriff überzugehen.

Aus dieser Zeit ist auch seine Phrase bekannt:

„Alea iacta est“ – „Der Würfel ist gefallen“, was bis in unsere Zeit bedeutet, dass die Entscheidung unwiderruflich getroffen ist und es kein Zurück mehr möglich ist, koste es was es wolle.

Und Rubikon-Modell steht genau für das:

Wenn wir eine Entscheidung treffen, gibt es eine Phase des Abwiegens aller Vor- und Nachteile; danach der Schnitt, die Grenze, der Rubikon, demnach ist die Entscheidung vorerst unwiderruflich getroffen; und danach gibt es kein Abwiegen mehr, sondern die Phase des konkreten Handelns: des Planens, des Realisierens und des Bewertens.

Rubikon-Modell, über das wir hier reden, stammt aus der Motivationspsychologie und beschreibt daher einfach verschiedene Phasen der menschlichen Motivation, bzw. der menschlichen Entscheidungsfindung.

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Rubikon-Modell und Partnerbindung

Das Rubikon-Modell hilft uns also zu verstehen, wie der Mann seine Beziehungsentscheidung trifft. Zu welchem Zeitpunkt er sich also sicher, dass er Dich liebt und nicht eine Andere?

So, wie ich gesagt habe, gibt es grob gesehen 2 Phasen: die Phase des Abwiegens und die Phase des Handelns. Und zu Handeln gehört ein konkretes Planen, das Ausführen und das Bewerten.

In der Phase des Abwiegens zeigen Menschen mehr oder weniger realistische Verhaltensweise. Wenn ein Mann abwiegt, dann bewertet er die Vorteile der Beziehung mit Dir, die Nachteile und seine Chancen bei Dir sowie Eure Beziehungschancen relativ realistisch.

Wenn er jedoch bereits eine Entscheidung getroffen hat, dann wird sie unwiderruflich (zumindest für einige Zeit). Dann neigt er dazu, alle seine Kräfte in die Planung und die Umsetzung Eurer Beziehung zu investieren. Und in dieser Phase ist er risikofreudig, er schätzt die Situation sowie auch seine eigenen Chancen bei der Zielerreichung sehr optimistisch ein.

Er wird zu einem Optimisten! Selbst wenn er in einem „normalen“ Zustand eher ein Pessimist war, wird er in dieser Verliebtheitsphase sehr optimistisch.

Und das ist die Phase, wo er alles gibt, um mit Dir zusammen sein zu wollen, das ist die Phase, wo er richtig verliebt ist. Er will sich binden und er hat Angst Dich zu verlieren. In dieser Phase machen Männer Heiratsanträge und investieren Ihre Zeit, ihr Geld und ihre Kraft in Eure Beziehung.

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Es gab eine Studie darüber: Studenten in einer Paarbeziehung wurden befragt, wie sie die Attraktivität ihres Partners / ihrer Partnerin im Vergleich zum Durchschnitt anderer Männer bzw. Frauen einschätzen. Diejenige von ihnen, die sowieso schon ein hohes Kommittent gegenüber der Beziehung aufwiesen, zeigten nur einen minimalen Unterschied in der Einschätzung in der Phase des Abwiegens und in der Phase des Planens. Aber diejenige, die sich unsicher waren, dort wo noch keine Bindung bestand, kein Kommittent – schätzen auf einmal den Partner als stark überdurchschnittlich attraktiv, sobald sie in die Planungsphase kamen.

Was bedeutet das für uns? Entweder findest Du einen Partner, der bereits bereit für die Beziehung ist und sich eine Beziehung wünscht –  solche Männer gibt es auch!

ODER: Du beförderst Deinen Partner so schnell wie möglich in die Phase nach dem Rubikon – in die Planungsphase!

Wichtig! Dieses Phasen-Modell – realistische Phase und optimistische Phase – betrifft natürlich Männer und Frauen gleichermaßen. Also, Vorsicht: Lass Dir Zeit beim Kennenlernen! Du Deinerseits solltest Dich nicht zu schnell verlieben und Dich somit unnötig in die Planungsphase zwingen lassen, denn dann ist die Gefahr groß, gleich sofort den Sinn für die Realität zu verlieren.

Diese Risikofreude hat jedoch etwas Gutes an sich, denn sie hilft uns – Männern und Frauen gleichermaßen – unsere Ziele tatsächlich zu realisieren. Wenn wir hingebungsvoll an etwas arbeiten, dann sind wir eher erfolgreich, als wenn wir dann immer noch abwiegen und Risiken einschätzen und unsicher sind, nicht wahr?

Das Ende der Geschichte ist es tatsächlich, dass Caesar den Krieg nach 5 Jahren dann doch gewonnen hatte und mit Siegeszug nach Rom eingezogen ist.

Wie bindest Du also einen Mann?

Im Folgenden wirst Du erfahren, was Du tun kannst, um Deinem Mann ein wenig „Starthilfe“ zu geben, um sich in Dich zu verlieben.

Dein Ziel ist also zu versuchen, seine Phase des Abwiegens möglichst kurz zu halten und ihn zügig über den Rubikon, sprich: in die Phase des Planens zu befördern.

Wie kannst Du das tun?

  1. Warte nicht darauf, dass er Rubikon übertritt und Dich auch darüber informiert.

Was meine ich damit? Ich werde hin und wieder gefragt: „Soll ich ihn fragen: Sind wir nun in einer Beziehung oder nicht? Wir treffen uns seit 4 Wochen, sind wir jetzt ein Paar oder nicht? Soll ich ihn nun zur Rede stellen?“

Die Antwort heißt NEIN! Mit dieser Frage beförderst Du ihn künstlich zurück in die Phase des Abwiegens. Zurück, in die Unsicherheit. Selbst, wenn alles davor wunderbar lief und er bereits angefangen hat sich in Dich zu verlieben, gibt Du ihm mit dieser Frage das Gefühl, dass er möglicherweise nicht zu Ende gedacht hat. Du säest Zweifel in seine Seele gerade dadurch, dass Du sehnsüchtig eine positive Antwort von ihm wünschst. Also lass das sein.

  1. Wecke bei ihm Assoziationen mit Beziehung und Glück.

Erzähle Geschichten über Paare und glückliche Beziehungen: „Erinnerst Du Dich an Toni und Jane – dieses glückliche Pärchen, das wir dort und dort getroffen haben? Stell Dir vor: sie bekommen ein Baby!“

Indem Du über andere reale Paare erzählst, gibst Du ihm das Gefühl, dass es zu einer Normalität gehört eine Partnerin und Familie zu haben. Und im Gegenzug ist das nicht gesund, allein und unentschlossen zu sein.

Indem Du suggerierst, dass all die Pärchen, von denen Du erzählst, miteinander glücklich sind, erschaffst Du Deine eigene Norm. In der Psychologie nennt man das Priming. Du „primst“ Deinen Partner und auch Dich auf eine glückliche Beziehung.

Ein positiver Nebeneffekt: Indem Du selbst Deinen Fokus auf die glücklichen Pärchen richtest, fühlst Du Dich auch sicherer und sicherer in Bezug auf Deine Beziehung. Unbewusst lernst Du von den erfolgreichen Paaren deren Verhaltensweisen und bringst das Deinem Partner bei.

  1. Verhalte Dich so, als ob er sich schon längst für eure Beziehung entschieden hatte.

Wie kannst Du das tun? Lass ihn Pläne schmieden:  Befördere ihn in die Phase des Planens.

Frag ihn nach seinen Träumen. Frag, zum Beispiel, wo er leben würde, wenn er eine unlimitierte Wahl hätte. Frag, welche Orte er gern besuchen möchte. Oder frag ihn, wie er sich selbst mit 80 Jahren vorstellt.

Lass ihn träumen! Es geht hier nicht darum, dass man vom Alt-Sein träumt, sondern von erfolgreichen Leben davor. Und dieses erfolgreiche Leben ist mit dir zum Greifen nah.

Zeige Dankbarkeit wie:

„Ich bin stolz und glücklich, Dich in meinem Leben getroffen zu haben.“

Dankbarkeit zu zeigen ist immer gut, aber insbesondere dann, wenn ihr in einer Trennung seid. Insbesondere, wenn Du Deine Beziehung „reparieren“ möchtest, wecke den Helden in ihm und zeige Dankbarkeit.

  1. Arbeite an Deinem emotionalen Management.

Der größte Fehler, den man in Beziehung mit einem Mann machen kann, ist eine emotionale Schwäche: Ständige Szenen, tägliche Kritik sorgen dafür, dass die Liebe, die einmal war, plötzlich nicht mehr da ist. Achte auf Deinen Zustand und darauf, dass es Dir gut geht. Achte auf Deine Interessen und setze sie durch. Lerne liebevoll zu sein und dennoch Grenzen ziehen zu können.

  1. Überlasse ihm die Führung und genieße die Zeit.

Ich habe eine Zeit lang Salsa getanzt und unser Lehrer meinte, dass das Schwierigste für Frauen bei Salsa Tanzen ist sich führen zu lassen. „Es ist nicht wie im richtigen Leben“, – hat er gescherzt, – „hier muss tatsächlich der Mann führen“.

Ich erinnere mich noch, wie schwer es mir damals fiel, die Kontrolle einfach loszulassen. Und ich glaube nicht, dass ich allein dieses Problem hatte. Wir Frauen neigen dazu – aus welchem auch immer Grund – die Kontrolle zu übernehmen. Wie fühlt sich aber dabei der Mann an ihrer Seite? Nicht so gut.

Ich treffe immer wieder Frauen, die den Mann binden zu einer Art Sport machen – je schneller desto besser. Die Frage ist aber: warum? Denn die Phase der Verliebtheit ist ja eigentlich die allerschönste Phase in der Beziehung. Schmetterlinge im Bauch, liebevolle Nachrichten, romantische Nächte.

Ich glaube, wir sind uns alle darin einig, dass diese Zeit einfach zu kurz ist. Die Verliebtheitsphase dauert zwischen 6 Wochen und 18 Monaten. Dann verschwindet sie. Es wird immer noch schön, aber lange nicht so aufregend wie in dieser magischen Phase.

Es macht also einen Sinn die Phase der Verliebtheit zu genießen. Es macht sogar noch mehr Sinn, wenn man weiß, dass Männer länger brauchen um sich zu verlieben und um zu verstehen, dass sie die Beziehung mit Dir wünschen. Sie brauchen einfach Zeit. Und sie möchten nicht unter Druck gesetzt werden. Sie möchten das Gefühl haben, dass sie über den Lauf der Dinge bestimmen. Also, am besten, entspanne Dich und genieße Deine neue Liebe. Du bindest ihn nämlich schneller, und vor allem effektiver, wenn Du ihm die Initiative überlässt.

  1. Sei Deine beste Version.

Hier geht es um Status: Männer sind konform. Ihr Status ist ihnen wichtig. Wenn ein Mann eine Frau aussucht, sucht er natürlich die Beste aus – aus seiner Sicht die Beste.

7 Merkmale einer (aus Sicht eines Mannes) attraktiven Frau:

  • Selbstbewusst und selbstständig – sie weiß, was sie will und sie weiß, was sie wert ist
  • Liebevoll und verständnisvoll – Männer wollen eine Frau haben, bei der sie sich entspannen können
  • Fantasievoll, leidenschaftlich und emotional – wir haben ja oft gehört, dass Männer sich in die strahlenden Augen einer Frau verlieben. In Wahrheit verlieben sie sich deswegen in die strahlenden Augen, weil sie darin ihre Emotionen und ihre Leidenschaft ablesen können.
  • Ehrlich, verlässlich und vor allem loyal – in guten und schlechten Zeiten ist die Loyalität wichtig. Auch wenn Du einen Streit hattest, gibt Dir nicht das Recht über ihn in seiner Abwesenheit schlecht zu reden. Männer empfindet das als Verrat und können so etwas nur schwerlich verzeihen.
  • Eine Frau mit hohen Standards und Prinzipien – Männer sagen oft: Du machst einen besseren Menschen aus mir. Wenn Du diese Phrase hörst, weißt Du, dass Du was richtig gemacht hast. Damit drücken sie nämlich aus, dass sie Deine Prinzipien respektieren. Und Respekt ist eine notwendige Voraussetzung für die Liebe. Ohne Respekt ist die Liebe einfach nicht möglich.
  • Eine intelligente Frau – alle berühmten Verführerinnen waren sehr intelligent. Madame de Pompadour, Kleopatra, in unserer Zeit Angelina Jolie – das sind Frauen mit vielen Interessen, mit hoch gesteckten Zielen und dem Willen diese zu erreichen.
  • Und nicht zuletzt, eine gepflegte, gesunde und vitale Frau – und da ist überhaupt nicht das Alter gemeint oder besondere klassische Schönheit. Wenn ein Mann Dir sagt, dass Du schön bist, dann meint er eigentlich, dass Du gepflegt aussiehst und Stil hast.

Sexy Figur – was kommt bei Männern wirklich an? Erfahre am 17.12.2019 in unserer Miss P TV Folge

Das waren 7 Merkmale einer attraktiven Frau – kurz zusammengefasst. Sehr gern können wir mehr darüber in einem Coaching oder in einem Seminar reden.

Ja, ich möchte meinen Mann verliebt machen. Weiter zum Coaching mit Swetlana

Vielen herzlichen Dank!

Ich freue mich auf Deine Fragen und Kommentare!

Autorin: Swetlana M.A. Beziehungscoach

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